Bau einer zweiten Anaerobieanlage in Laakirchen

Kläranlagenerweiterung Anaerobie

Ende 2024 wurde mit Fertigstellung der neuen Anaerobieanlage 2 die Reinigungskapazität der Kläranlage Laakirchen (RHV) auf knapp 1.000.000 Einwohnergleichwerte (EGW) erhöht.
 
Im Zuge der Abwasserreinigung entsteht hochwertiges Biogas, das für die Dampferzeugung in den Kesseln der CMOÖ genutzt wird.
 
Damit ergibt sich insgesamt eine maximale Treibhausgasreduktion von bis zu 18.335 t CO2/Jahr. (Anaerobie 1 + 2, bei Vollproduktion beider Papiermaschinen)
 
Der Anteil an Biogas an der Dampferzeugung für die Papiertrocknung wird dadurch von 4 auf knapp 10 % (bei Vollproduktion) erhöht.
 
Gefördert wurde die Erweiterung aus Mitteln der Umweltförderung des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) managed by Kommunal Kredit Public Consulting.

Innovative Biogastechnologie: Effizienz trifft CO₂-Reduktion
 
Die Inbetriebnahme einer zweiten Anaerobieanlage bei heinzelpaper in Laakirchen im Jahr 2024 steigert die Kapazität der Abwasserbehandlung signifikant und ermöglicht eine noch effizientere Reinigung. Die erweiterte Anlage – mit einem Investitionsvolumen von mehr als 10 Mio. Euro – umfasst einen Vorversäuerungsbehälter mit einem Fassungsvermögen von 3.000 m³ sowie zwei Anaerobreaktoren mit jeweils 3.400 m³ Volumen. Ein zentrales Element der Anlage ist die Nutzung des im anaeroben Prozess erzeugten Biogases. Dieses wird in der Gasaufbereitungsanlage entschwefelt, getrocknet und in einem speziellen Biogasspeicher gelagert. Nach der Verdichtung wird das Biogas in einem Biogaskessel zur Dampferzeugung eingesetzt, wodurch eine erhebliche Menge an Erdgas substituiert wird. Diese innovative Lösung führt zu einem Reduktionspotential der CO₂-Emissionen um über 18.000 Tonnen jährlich.